Evangelische Kirchgemeinde

Andacht zum Palmsonntag am 5.4.2020 in Brüel

Andacht zu Markus 14,3-9 Palmsonntag am 5.4.2020 in Brüel

Weil eine Frau Jesus liebt, gibt sie ihm alles was sie sich leisten kann. Sie kommt dem lebendigen Jesus hautnah, indem sie ihn mit kostbarem Nardenöl einsalbt. Es ist ihr Beweis von Wertschätzung, denn Jesus ist es ihr wert.

Manchmal wird viel Geld für Blumen, einen teuren Sarg, eine teure Bestattung ausgegeben, obwohl die Person während seines Lebens, diese Zuwendung, die schönen Blumen, die liebende Zuwendung, fast nie bekommen hat.

Wie sieht es mit unserer Wertschätzung und Liebe für unsere Familie aus? Mit welcher Liebe und Anerkennung begegnen wir unseren Schwestern und Brüder in Christus, unsere Mitbürger oder den Fremden Besucher? Muss der andere wirklich erst sterben bevor mein Herz aus Stein weich und liebend wird, ich meinen nächsten mit den gnädigen Augen Jesu sehen kann, versöhnlich werden kann?

Unser Leben ist kurz, und könnte im jetzt und hier viel schöner gestaltet werden, wenn wir uns doch nur von der Gnade und Liebe Jesu infizieren lassen. Gott der Vater hat in Jesus alles gegeben, damit wir befreit werden von unserem harten Herz aus Stein. „ Denn also hat Gott die Welt geliebt, das er seinen eingeborenen Sohn gab, auf das alle die an ihn glauben, nicht verloren werden sondern das ewige Leben haben.“(Joh. 3,16)

Die Karwoche erinnert uns daran, dass Jesus alles für uns gegeben hat, weil wir es ihm wert sind. Er ist aus Liebe zu uns ans Kreuz gegangen, damit die Liebe und Gnade Gottes für uns eine Wirklichkeit wird, die wir doch so harte Herzen haben.

Als Christen sind wir befreit vom harten Gesetz das Auge um Auge und Zahn um Zahn fordert. Lasst uns unsere Herzen aus Stein an Jesus abgeben und sein weiches Herz der Gnade, Liebe und Wertschätzung zu uns nehmen. Was können wir unseren Lebenden jetzt tun und geben, weil sie es uns wert sind, weil sie kostbar sind? Wie viel Zeit haben wir noch, genau das zu tun? Amen.

Herr Jesus schenke mir ein liebendes Herz,

damit unser gemeinsames Leben schön wird.

Ehepartner, Kinder, Großeltern, Familie,

Kollegen, Mitarbeiter, Mitbürger, Fremde.

Schenke mir die Gnade,

dem Anderen zu verzeihen wo er/sie mich verletzt haben.

Schenke mir Augen die meinen Nächsten als wertvoll erkennen.

Hilf mir loszulassen, damit ich meine Mitmenschen segnen kann.

Amen.

In herzlicher Verbundenheit

Pastor Schröder

Andacht zum Sonntag Judika am 29.03.2020 in Brüel

Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe; 5 er hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten. (Epheser 1,4-6)
In diesen unsicheren Zeiten frage ich mich: Wer bin ich auf dieser Welt, in diesem Universum? Es hilft mir, wenn ich mir immer wieder klar mache, dass ich ein einzigartiges und geliebtes Kind Gottes bin. Keiner hat meine Fingerabdrücke, keiner ist genau wie ich, und doch sieht und kennt Gott mich, so klein und unbedeutend ich auch im Angesicht des Universums erscheine. Ich bin ihm wichtig und das gilt jedem Menschen auf dieser Erde. Jeder Mensch, mit seiner unverwechselbaren Kombination an Eigenschaften, Gaben, Kenntnissen, Fähigkeiten, Persönlichkeit ist notwendig, denn jeder hat seinen einzigartigen Platz im Reich Gottes hier auf Erden zu erfüllen.
Als Kinder Gottes sind wir berufen, alle Völker wertschätzend als Gottes Geschöpf zu achten. Das bringt alle auf Augenhöhe. Auch das Corona Virus bringt uns alle auf die gleiche Ebene, denn wir sind alle gleich anfällig für diese Krankheit, die sich weltweit verbreitet und unser Leben einschränkt. Selbst der britische Ministerpräsident von England, Herr Boris Johnson ist erkrankt. Da hat der Brexit nichts bewirkt.
Wie wird die Welt sich verändern, wenn die Corona Pandemie vorbei ist? Wird es mehr Liebe unter allen Völkern geben? Wird der Zusammenhalt in Deutschland und weltweit besser werden? Werden wir uns mehr um die Schwachen und Armen kümmern?
Gott liebt uns alle gleich, er macht keinen Unterschied, alle Menschen sind kostbar für ihn. Wenn wir dem zustimmen, dann werden wir unser Leben so gestalten, dass es allen Menschen auf dieser Welt besser geht. Lasst uns darauf achten, dass wir unser Leben nach dem Prinzip der Liebe ausrichten, und nicht auf Kosten anderer, oder unserer einen Welt. Was dem Nächsten gut tut, das tut auch mir gut und gibt Gott, unserem Schöpfer, der uns alle liebt, die Ehre.

Himmlischer Vater, hilf mich mein Leben so zu leben, damit es allen Mensch besser geht.
Hilf mich auch die zu lieben und zu akzeptieren,die ich bisher als unerträglich empfunden habe, weil sie so anders sind.
Hilf mir allen zu helfen, die in der Not sind. Amen.

In herzlicher Verbundenheit

Ihr Pastor Rupert Schröder

Andacht zum Sonntag Lätare am 24.03.2020 in Brüel

Andacht zu Jesaja 53,1 zum Sonntag Lätare am 24.03.2020 in Brüel.

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Wenn du durch Wasser gehst will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen.“

Unser Leben wird in vielen Hinsichten durch das Corona Virus stillgelegt. Das ist frustrierend, weil wir unser Leben umstellen müssen. Unsere Möglichkeiten werden begrenzt. Wir können nicht mehr in den Urlaub fahren, oder ins Restaurant essen gehen, nicht mehr zur Schule gehen, viele Termine werden abgesagt, keine Feiern in großer Runde und vieles mehr. Wir müssen uns mit dem einfachen, in kleiner Runde zuhause zufrieden stellen, und das alles damit die Infektionsketten gebrochen werden können.

Noch weiß ich von keinem Infizierten hier in Brüel und Umgebung, aber wenn ich höre, dass bis zu 600 Menschen täglich in Italien an Corona sterben, dann macht es mir Angst wie es bei uns in den nächste Wochen zugehen wird. Wie wird mein Körper auf dieses Virus reagieren? Meine erste Reaktion ist: Aktion! Wir müssen was tun die Situation in den Griff zu bekommen! Wir müssen die Bedrohung beseitigen! Wir müssen kämpfen!... Aber gegen wen? Ein unsichtbares Virus das sich in menschlicher Gesellschaft autonom verteilt?

Nein. Nun ist Ruhe, Zurückhaltung, Abstand, möglichst viel zuhause bleiben, angesagt. Nur so können die Infektionsketten begrenzt werden. Aber zur Ruhe kommen ist schwer. Wir sind doch eine Leistungsgesellschaft. Unsere Anerkennung wird streng mit unserer Leistung verbunden. Nun auf einmal bricht dieses System zusammen. Ich springe aus meinem Hamsterrad heraus und komme ganz langsam zur Ruhe. Auf einmal fange ich an das Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ich frage mich was wichtig ist in meinem Leben. Was hat Bestand in meinem Leben? Wofür lebe ich?

Ich lasse mich von Gottes Wort trösten: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Wenn du durch Wasser gehst will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen.“

Ja, und wenn ich auch sterben sollte, so bin ich trotzdem bei Gott gut aufgehoben. Er kennt mich bei meinem Namen und ich gehöre zu ihm. Ich brauche keine Angst zu haben. Ich darf in ihm ruhen. Er ist mein festes, unendliches, Fundament auf dem ich stehe und mein Leben begründet ist.

Mein Herr und Gott

Danke, für das Leben was du mir heute geschenkt hast.

Danke, dass ich das Leben mit neuen Augen sehen kann.

Sei mit denen, die an Corona erkrankt sind und um ihr Leben kämpfen.

Sei mit uns, die zur Ruhe kommen müssen, und unser Leben neu ordnen müssen.

Schenk uns das Vertrauen,

dass du immer ganz nah bei uns bist, uns siehst, uns kennst und für uns sorgst.

Amen.

In geschwisterlicher Verbundenheit.

P. Schröder

Kirchengemeinde Brüel

Kontakt:
Kirchengemeinde Brüel
Pastor Rupert Schröder
Ernst-Thälmann-Str. 1
19412 Brüel
Tel.: 038483/29523 (Pastor Schröder)
Tel.: 038483/20334(Gemeindebüro)
Fax: 038483/29542
E-Mail: bruel@elkm.de

Im Herzen des Naturparks Sternberger Seenlandschaft liegt das Kleinstädtchen Brüel, dessen Mitte die mehr als 800 Jahre alte Stadtkirche ziert. Hier befindet sich auch das Zentrum der Kirchengemeinde. An (fast) jedem Sonntag feiern wir hier um 10 Uhr Gottesdienst. Die Türen des Gemeindehauses gegenüber der Kirche stehen kleinen und großen, alten und jungen Menschen offen: Wir laden ein zu Kinderstunden und Konfirmandenunterricht, Treffen für Kinder und Eltern, Chorproben, Frühstückstreffen und Bastelnachmittagen. Weitere Angebote für alle Altersgruppen hält das Mehrgenerationenhaus, zu dem das ehemalige Küsterhaus umgestaltet wurde, in direkter Nachbarschaft vor. Mit schöner Regelmäßigkeit jedoch verlassen wir auch unsere Mauern und laden an anderen Orten ein zum "Soul Café", wo wir "Sahne für die Seele" genießen. Und im Advent organisieren wir einen "Lebendigen Adventskalender" in Brüel, der eine breite Wirkung im Leben der Stadt erzielt.
Das Gebiet der Kirchengemeinde erstreckt sich zudem über eine ansehnliche Anzahl von Dörfern, zu denen auch fünf weitere Kirchen zählen. In besonderer Weise sticht die Klosterkirche Tempzin heraus. Seit 1222 prägte der Antoniterorden den Ort die Kirche, ein gotisches Warmhaus und eine Klosterruine zeugen noch heute von der bewegten Geschichte. Neben der Kirchengemeinde und zusammen mit ihr engagieren sich auch der "Förderverein Antoniterhospital e.V." und das Pilgerkloster Tempzin am Ort. Unter der regen Arbeit eines weiteren Fördervereins wurde die Dorfkirche Penzin saniert. Gleiches gilt für die Fachwerkkirche Zaschendorf mit ihrer wunderschön ausgemalten Holzdecke und dem sehenswerten Flügelaltar. Urtümlich erhalten ist die Dorfkirche Holzendorf sie strahlt Ruhe und Gelassenheit aus im Wandel der Zeiten. Eine Besonderheit stellt die Dorfkirche Müsselmow dar, wird sie doch seit Jahren von Schülerinnen und Schülern saniert und neu gestaltet.
Ein aktiver Kirchengemeinderat und viele engagierte Gemeindeglieder tragen das über einen weiten Raum gespannte Leben der Gemeinde und die gemeinsamen Veranstaltungen und Projekte in der Kirchenregion Sternberg. Ganz nach dem Motto unseres Gemeindebriefes: Kirche sind wir.


Die Kirche in Holzendorf

Das Mehrgenerationshaus

Der Altar in der Kirche Brüel

Die Dorfkirche Penzin

Klosterkirche Tempzin

Fachwerkkirche Zaschendorf

Die Stadtkirche in Brüel

Decke in der Fachwerkkirche Zaschendorf

Bilder vom Gartenfest am 12.07.2015 von Siegfried Förster- Pfahls

Bilder vom Gartenfest 29.06.2014 von Siegfried Förster- Pfahls

Das "fruchtige" Gartentest unter dem Motto "Von A wie Apfel bis Z wie Zucchini"
Regen zum Gartenfest - nichts Neues und auch gar nicht schlimm.
In Erwartung dessen, was wettertechnisch für den Gartenfestsonntag prognostiziert wurde, wurde das große Zirkuszelt vorsichtshalber im Innenhof des Mehrgenerationenhauses aufgebaut.
(Wie schön, dass wir immer wieder auf diese Möglichkeit zurückgreifen können.)
Dort und natürlich auch im Mehrgenerationenhaus selbst gab es dann genügend Platz, die fruchtigen Stationen mit den unterschiedlichsten Aktionen für Jung und Alt unterzubringen.
Allerdings hat das Pferd in diesem Jahr gestreikt - es wollte sich im Garten im knöcheltiefen Matsch seine Hufe nicht beschmutzen, verspricht aber, im nächsten Jahr bei besserem Wetter wieder dabei zu sein.
Das Fest begann mit einer, von den Sängerinnen und Sängern des Brüeler Kirchenchores liebevoll gestalteten, kleinen Mitmach-Show. Im Anschluss daran durfte sich jeder am Kuchenbüffet stärken.
Darüber hinaus gab es eine Cocktail-Bar, eine Bastelstation, ein heiteres Obst- und Gemüse Fühlspiel, Dosenwerfen, Apfelbaumraten und noch vieles mehr.
Das diesjährige Gartenfest war auch der Startschuss für unseren Spendenmarathon - welcher anlässlich der Sanierung des Pfarrhofes ins Leben gerufen wurde. So konnte man symbolische Stolpersteine in Form von fruchtigen Köstlichkeiten erwerben und mit einer kleinen Spende das Vorhaben unterstützen.
Und als der Regen dann tatsächlich auf das Zeltdach prasselte störte er die Feiergesellschaft überhaupt nicht.
Für einen richtigen Gärtner gibt es eben kein schlechtes Wetter - für das Gartenfest der Brüeler Kirchengemeinde auch nicht.
- Heike Wiechmann -

Bilder vom Gartenfest 16.06.2013

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